Damit es auch bei dir mit dem Heizen und Lüften klappt – Checkliste Mieter und Vermieter

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Heizungen – bei diesem Wort denkst du sicher an wohlige Wärme und Wohlbefinden in deinen eigenen vier Wänden. Und damit liegst du goldrichtig! Sie sind dein zuverlässiger Partner für die richtige Temperatur in deiner Wohnung. Doch was passiert eigentlich, wenn die eigene Heizung ungewollt zur Energieschleuder mutiert? Dann lässt der Heizkessel nicht nur die Temperaturen in die Höhe schnellen, sondern leider auch seine unangenehme Begleiterin – die Heizkostenabrechnung.
Häufig sind es nur kleine, aber fatale Fehler, die Mietern als auch Vermietern das Leben schwer machen und dazu führen, dass man sich sprichwörtlich die Finger an der eigenen Heizung verbrennt oder sich bei falscher Raumtemperatur unangenehmen Schimmel ins Haus holt. Wir finden das muss nicht so sein. In der Regel ist nicht die Heizung selber der Ursprung des Dilemmas, sondern der Nutzer und sein Heiz- und Lüftungsverhalten. Und jetzt? Kein Grund zu verzagen, sondern den Profi fragen. Mit diesem Ratgeber erhältst du schnell und einfach Tricks und rechtliche Kniffe gegen Stress im Kessel und schlechte Luft im Wohnraum.

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Warum den Heizkörper verstecken? It’s show time für deine Heizung!

Befindet sich deine Heizung auch verborgen hinter Schreibtischen, Regalen oder anderen Möbeln? Dann ist es an der Zeit ihr den lang ersehnten Auftritt zu gewähren und die bodenlangen Fenstervorhänge zur Seite zu schieben. Schließlich ist sie ganz schön wichtig, damit du es beispielsweise im Winter angenehm warm hast. Daher sollte die Heizung auch nicht vollständig aus deinem Blickwinkel verschwinden. Auch Heizungen lassen sich ungern auf die hinteren Plätze verbannen. Als Faustregel gilt ein Mindestabstand von 20 cm zu deinem Mobiliar, da ansonsten ein Wärmestau resultiert und der Rest des Raumes in Sachen Wärmeversorgung auf der Strecke bleibt.

Hydraulischen Abgleich für deine Heizung durchführen lassen

Immer dann wenn du Geräusche aus dem Heizkörper wahrnehmen kannst, sollte die Heizung einer genauen Prüfung unterzogen werden. Wenn dann noch hinzu kommt, dass du die Heizung selbst bei voll aufgedrehten Thermostaten nicht mehr heizt, führt kein Weg mehr am hydraulischen Abgleich vorbei. Aber was steckt eigentlich genau hinter diesem Fachbegriff? So kompliziert der Wortlaut ist, umso einfacher ist der Hintergrund. Denn es geht dabei schlicht und einfach, um eine optimale Wasserverteilung in allen Heizkörpern. Wichtig: Beauftrage einen Heizungsfachmann!

Elektronische Thermostate

Elektronische Thermostate haben den Vorteil, dass sich die Temperatur je nach Bedarf der Bewohner individuell und vollautomatisch einstellen lässt. Du müsstest also nicht einmal zu Hause sein, um deine Heizung herauf oder herunter zu drehen. Na, wenn das nicht clever ist! Aber erst mal langsam….- was ist denn überhaupt ein Thermostat? Es ist das Ventil mit dem du die Temperatur an deiner Heizung einstellen kannst. Über programmierte Thermostate kannst du die Temperatur in deinem Heim schnell und einfach noch besser optimieren.

Heizungssanierung

Insbesondere bei alten Heizungsanlagen können sich Mieter und Vermieter Gedanken über die Heizungsmodernisierung machen. So kann es beispielsweise sinnvoll sein, den alten Öl-Kessel gegen einen neuen Öl-Brennwertkessel auszutauschen. Hohe Anschaffungskosten sind in diesem Zusammenhang zunächst nicht von der Hand zu weisen, langfristig können jedoch effizient Heizkosten eingespart werden. Denn der neue Kessel befeuert im Vergleich zum alten Öl-Kessel nur so viel Leistung wie auch benötigt wird. Wie du siehst, entsteht dadurch kein ungenutzter hoher Verbrauch. Daher sagen wir Daumen hoch für Brennwertkessel.

Heizkörper entlüften

Deine Heizung gluckert und gibt störende Geräusche von sich, dann solltest du dies auf gar keinen Fall ignorieren, sondern den Heizkörper auf schnellstem Wege entlüften. In der Regel befindet sich am Heizkörper ein Entlüftungsventil. Mit dem passenden Schlüssel kannst du es so weit aufdrehen, bis die Luft entweicht. Sobald du Wasser am Ende des Ventils siehst, kannst du die Entlüftung beenden. Du wirst sehen, beim nächsten Heizvorgang wird der Heizkörper wieder gleichmäßig warm.

Duell zwischen Heizung und Raumbelüftung? Nein, danke…

Da in der Wohnung oder im Haus ständig Feuchtigkeit entsteht, ist lüften selbstverständlich Pflicht, um Schimmelbildung vorzubeugen. Denn die verbrauchte Luft muss raus! Doch häufig geben Mieter den Dauerlüfter zum Besten und verschwenden damit unnötig viel Heizenergie. Stoßlüfter sind hier klar im Vorteil und die wahren Gewinner, wenn von effizienter Raumbeheizung die Rede ist. Dabei kannst du die Heizung am besten komplett abstellen und der frischen Luft maximal fünf Minuten Einzug in deine vier Wände gewähren. Dies solltest du idealerweise ca. viermal am Tag wiederholen. Wer ganz besonders clever ist lüftet für kurze Zeit im Durchzug.

Wer produziert besonders viel dicke Luft?

Gerade Küche und Bad haben mit schlechter und feuchter Luft massiv zu kämpfen. Morgens wird geduscht, mittags köchelt das Essen auf dem Herd – wer hier nicht lüftet wird schnell dicke Luft und Schimmel spüren. Aber auch im Schlafzimmer sollte dein tägliches To-Do daraus bestehen, die Fenster kurz zu öffnen, denn nach deinem Schönheitsschlaf ist die Luft besonders feucht.
Tipp: Bildet sich Kondenswasser an den Innenseiten des Fensters, ist dies häufig ein erstes Anzeichen für schlechtes Lüften.

Lass uns nun zum rechtlichen Teil übergehen…

Grundsätzlich ist es Mietern freigestellt wie, wann und welchem Umfang sie heizen. Diese Prämisse setzt allerdings voraus, dass beispielsweise keine eingefrorenen Rohre oder Schimmelbildung im Wohnraum resultieren. Laut Deutschem Mieterbund kann der Vermieter, den Mieter für die verursachten Schäden in Rechenschaft ziehen. Aber das ist kein Grund zur Panik, denn mit diesem Ratgeber sagen Schimmel und hohe Heizkosten Adé. Zudem dürfen Mieter ihre Heizung selber entlüften sollten Ihren Vermieter aber darüber informieren, da nach dieser Maßnahmen eventuell Wasser in das Heizsystem nachgefüllt werden muss.
Aber auch Vermieter haben ihre Hausaufgaben zu erledigen. So sind sie in der Pflicht Mindesttemperaturen von ca. 20 Grad Celsius in der Wohnung zu gewährleisten. Sollte der Vermieter in diesem Zusammenhang Klauseln aufsetzen, sind diese als nichtig zu betrachten. Allerdings steht dem Vermieter das Recht zu, die Mindesttemperatur auf eine gewisse Uhrzeit, zum Beispiel von 06:00 bis 23:00 Uhr zu begrenzen.
Jetzt bist du an der Reihe! Zeige, dass du ein echter Heiz- und Lüftungsexperte bist.

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